Wiesenbader Vital-Blog

N°10 I Grit Schönherr: Als das Heilfasten den Skiurlaub ersetzte

Grit-Schoenherr
Hallo liebe Wiesenbad-Freunde, jährlich geben wir in Deutschland pro Kopf durchschnittlich zwischen 759 und 775 Euro für Arzneimittel aus*. Eine starke Summe, die wir bereit sind für unsere Gesundheit zu investieren. Eins kommt jedoch bei der Behandlung bestimmter Erkrankungen oft zu kurz: das Besinnen auf den eigenen Körper und seine Selbstheilungskräfte. Heute treffe ich Grit Schönherr. Seit 13 Jahren baut sie auf die Wirkung des Heilfastens und so sind ihr die Kurse mittlerweile sogar mehr wert als ihr geliebter Skiurlaub.

BADEFRAU: Hallo Frau Schönherr, einmal jährlich nehmen Sie am Wiesenbader Heilfasten teil. Wie sind Sie persönlich zum Heilfasten gekommen?

FRAU SCHÖNHERR: Ich bin durch meine gesundheitlichen Probleme zum Heilfasten gekommen. Damals bin ich von Arzt zu Arzt gezogen – keiner konnte mir mehr helfen. Ich hatte mit schlimmen Allergien zu kämpfen, sodass ich teilweise arbeitsunfähig war. Bis eines Tages meine beste Kollegin mich zum Fasten überredete, da sie mir helfen wollte, meine Beschwerden zu lindern. Dafür bin ich ihr heute noch sehr dankbar, denn im Alleingang hätte ich diesen Schritt nie gewagt. Sie selbst hatte diesbezüglich schon Erfahrung gesammelt und dadurch ihre Beschwerden reduziert.

BADEFRAU: Treten die Probleme jährlich immer wieder auf oder machen Sie es vorbeugend?

FRAU SCHÖNHERR: Ich faste regelmäßig einmal im Jahr und habe dadurch eine deutliche Verbesserung der Symptome. Verfällt man allerdings in sein altes Verhaltensmuster, spürt man auch relativ schnell wieder eine Verschlechterung. Durch die Regelmäßigkeit diszipliniere ich meine Ernährung besser und fördere die Entschlackung als auch Entgiftung meines Körpers. Fasten ist außerdem ein guter Einstieg, um die Ernährung umzustellen, denn dadurch fällt es leichter, auf gewohnte Dinge zu verzichten.

BADEFRAU: Merken Sie direkt vor Ort erste Veränderungen?

FRAU SCHÖNHERR: Ja, nach 3 bis 4 Tagen merke ich bereits, dass mein Körper reagiert und ich fühle mich wohler – der Blutdruck sinkt und das Hautbild verbessert sich. Im Alltag gibt es viele Faktoren, die zu physischen und psychischen Belastungen führen und bei den Kursen lernt man sich wieder neu zu fokussieren und disziplinieren. Darum nutze ich die zehn Tage, um herunterzukommen und zu entspannen.

BADEFRAU: Wie lang halten die Fastenerfolge an?

FRAU SCHÖNHERR: Ich faste jährlich im Januar und kann berichten, dass die Fastenerfolge ganz abhängig von meinen Alltagsbelastungen sind. Umso mehr man sich an die guten Ratschläge und Ernährungsempfehlungen des Fastenleiters hält, desto langfristiger sind die Erfolge.

BADEFRAU: Neben der Ernährung spielen ja auch Bewegung und Ernährung eine wichtige Rolle. Wie empfinden Sie diese Komponenten?

FRAU SCHÖNHERR: Ja, das ist wichtig. Um die ganzen Schlackstoffe besser zu lösen und auszuscheiden, ist die Bewegung maßgebend, vor allem der Muskelaufbau in der medizinischen Trainingstherapie. Wenn man zehn Tage nicht viel außer Brühen und Tee zu sich nimmt, baut natürlich auch die Muskulatur schnell ab. Der Tag beginnt mit der Morgengymnastik, um den ganzen Kreislauf in Schwung zu bekommen. Viele, die an niedrigem Blutdruck leiden, brauchen früh genau diese Bewegung, um in den Gang zu kommen.

BADEFRAU: Fällt es Ihnen leicht, das Gelernte in Ihren Alltag zu integrieren?

FRAU SCHÖNHERR: Hier in der Klinik hat man alles. Die Bewegung und Entspannung, aber auch die Kochkurse helfen dabei, das Eingeschliffene wieder mal ein Stück wegzuschieben und zu merken, was guttut. Ich nehme mir neue Ideen und Inspirationen, z.B. in Form von Rezepten, mit nach Hause und nach jedem Fastenkurs bleibt etwas hängen. Am Ende des Kurses bin ich nicht nur körperlich, sondern auch seelisch ein ganz anderer Mensch. Natürlich ist die Disziplin direkt nach dem Kurs höher als nach ein paar Wochen. Flohsamenschalen als Quellmittel in meinen Alltag zu integrieren fällt mir zum Beispiel leicht. Aber auch davon braucht mein Körper mal eine Pause und gewisse Dinge vergisst man auch mal über die Zeit. Aber deshalb mache ich es ja regelmäßig, um das Gelernte aufzufrischen.

BADEFRAU: Wird individuell auf die Patienten geschaut oder orientiert man sich eher an der Gruppe?

FRAU SCHÖNHERR: Ja, der Aufenthalt ist sehr individuell. Vor der Anreise findet ein telefonisches Gespräch mit der Oberärztin statt, dann gibt es hier ja nochmal ein individuelles Aufnahmegespräch. Der Fastenleiter fragt täglich nach dem Befinden und auch zwischendurch werden ärztliche Konsultationen durchgeführt. Die Gruppe spornt einen an, wodurch Erfolge auch schnell erreicht werden können. Trotzdem wird immer ganz individuell nach den Patienten geschaut. Sobald irgendjemand Beschwerden hat, wird sofort reagiert.

BADEFRAU: Ist es Ihnen schonmal passiert, dass Sie Probleme hatten?

FRAU SCHÖNHERR: Durch das Umstimmen des Körpers werden freie Radikale und Schlackstoffe gelöst, was die Beschwerden erst einmal aufwühlt. So schlimm wie damals, bevor ich mit dem Fasten angefangen habe, ist es jedoch seither nie gewesen. Wo und wie stark sich das „Aufwühlen“ äußert, ist auch nicht immer gleich, sondern jedes Mal unterschiedlich.

BADEFRAU: Was möchten Sie bezüglich des Fastens gern noch loswerden?

FRAU SCHÖNHERR: Heilfasten war mein Rettungsanker. Ich bin total überzeugt, dass man durch das Fasten (Darmsanierung, Entschlackung, Entgiftung) ganz viele gesundheitliche Probleme lösen und sogar Medikamente einsparen kann. Fasten heißt Loslassen – sowohl im physischen als auch psychischen Sinne. Es ist nicht nur der Verzicht auf Nahrungsmittel. Der Körper darf zur Ruhe kommen, ich gehe im Frieden mit mir selbst nach Hause und habe wieder einen frischen Blick für die Dinge. Damit konnte ich schon viele überzeugen es selbst auszuprobieren und bisher berichteten alle über die positiven Effekte. Wer zum ersten Mal fastet, dem empfehle ich, es immer in einer Gruppe durchzuführen.

Vielen Dank, Frau Schönherr, dass Sie sich die Zeit für das Interview genommen haben!

* vgl. https://de.statista.com/themen/1415/pharmaindustrie-in-deutschland/#topicOverview , 18.01.2024

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